Das Priesterseminar des Instituts Christus König und Hoherpriester befindet sich in Gricigliano, in der Toskana, nahe Florenz und weniger als 300 km von Rom entfernt, in der Villa Martelli, einem Renaissance-Anwesen, das von der Familie der Grafen Martelli erbaut und umgestaltet wurde. Hier, unter dem Patronat des heiligen Philipp Neri, werden die künftigen Kanoniker des Instituts ausgebildet.
Der Geist unseres Ausbildungshauses
Vorsehungsvoll zwischen Rom und Frankreich gelegen, in jener Toskana, deren unvergleichliche Natur einigen der Wunder christlicher Kunst als Schrein dient, setzt sich das Haus der Priesterausbildung des Instituts zum Ziel, die künftigen Priester nach dem Geist der Kirche vorzubereiten. Dieser Geist ist jener unseres Herrn Jesus Christus selbst, im Laufe der Jahrhunderte überliefert in der Tradition, den Dekretalen der Päpste, den Kanones der Kirche und den Konzilien. Dieses Werk der Ausbildung ist lebenswichtig für die Kirche, die Seelen und die Welt, die mehr denn je gut ausgebildeter Priester bedarf. Das besondere Ziel des Instituts ist die Verkündigung, die Verbreitung und die Verteidigung der Herrschaft Christi, unseres Herrn, des Hohenpriesters, des Weges, der Wahrheit und des Lebens, in allen Bereichen des menschlichen Lebens. (Aus den Konstitutionen)
Unter dem Patronat unserer Schutzpatrone
Die Seminaristen werden unter dem Patronat des heiligen Franz von Sales, des heiligen Benedikt und des heiligen Thomas von Aquin ausgebildet. Der heilige Franz von Sales, so sehr um die Person bemüht, um sie zur Wahrheit zu erheben, leitet sie in der für unsere Zeit nötigen Pädagogik an; der heilige Benedikt lehrt sie Regelmäßigkeit und Ordnung im Handeln, um das zivilisatorische Werk des Evangeliums durch die heilige Liturgie, Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens, zu vollbringen; der heilige Thomas von Aquin, der Gemeinsame Lehrer, lässt sie jene Wahrheit vertiefen und leben, die sie einst in die Welt tragen sollen.
Die Jahre der Ausbildung
Die Ausbildung zum Priestertum erstreckt sich über sieben Jahre: ein Jahr Spiritualität, zwei Jahre Philosophie und vier Jahre Theologie. Der Unterricht thomistischer Tradition wird von Professoren der römischen Universitäten, der Sorbonne und der Philosophischen Fakultät des IPC in Paris sowie von Priestern des Instituts erteilt. Der heilige Thomas von Aquin, Gemeinsamer Lehrer der Kirche, bleibt der Meister dieser doktrinellen Ausbildung.
Eine ganzheitliche Ausbildung
Die Ausbildung umfasst den ganzen Menschen. Auf intellektueller Ebene studieren die Seminaristen neben Philosophie und Theologie die Sprachen, besonders Französisch und Latein. Auf menschlicher Ebene erwerben sie Allgemeinbildung und priesterliche Umgangsformen und nehmen täglich an der Handarbeit im Haus und im Park teil. Auf geistlicher Ebene schließlich, der wichtigsten, ist das Leben des Seminaristen ein täglicher Kontakt mit unserem Herrn durch die heilige Messe, das Stundengebet, den Rosenkranz und die Betrachtung; dort wird die traditionelle lateinische Liturgie nicht nur in ihrer Geschichte und ihren Rubriken studiert, sondern in ihrem tiefen Sinn und ihrer Kraft.
Ein Tag im Seminar
Vom Glockenschlag bestimmt, vereint der Tag Gebet, Studium und Dienst. Er beginnt mit der Betrachtung und der heiligen Messe, seinem Mittelpunkt; das im Chor gesungene Stundengebet gliedert ihn Stunde um Stunde bis zur Komplet, die ihn in Frieden beschließt. Zwischen den Gebetszeiten finden Studium, Vorlesungen und Handarbeit ihren Platz; auch die Mahlzeiten im Refektorium und die Erholung bilden die künftigen Kanoniker zum gemeinsamen Leben, zur Verantwortung, zum Gehorsam und zur brüderlichen Liebe. Die Villa Martelli bietet diesem Leben einen würdigen Rahmen: Unterkünfte für die Seminaristen, ein weites Refektorium, eine große Küche, Unterrichtsräume und einen Vortragssaal.