Geschichte
Das 1990 in Gricigliano (Toskana) gegründete Institut Christus König und Hoherpriester entstand aus dem Willen zweier französischer Priester und der Gnade Gottes. In wenigen Jahrzehnten hat es sich auf mehrere Kontinente ausgedehnt.
Am 24. Juni 1979 werden die Abbés Gilles Wach und Philippe Mora von Papst Johannes Paul II. zu Priestern geweiht. An der Römischen Kurie tätig, erhalten sie zahlreiche Anfragen junger Männer, die eine „katholische und römische Priesterausbildung“ suchen. Mehrere Kardinäle ermütigen sie, eine Ordensgemeinschaft zu gründen.
Bischof Cyriaque Obamba von Mouila (Gabun) gewährt am 1. September 1990 die kanonische Errichtung des Instituts. Mit der Unterstützung von Kardinal Augustin Mayer und dem Empfang von Kardinal Piovanelli, Erzbischof von Florenz, wird das Seminar St. Philipp Neri im Schloss Gricigliano in der Toskana gegründet, das zum Sitz des Seminars und des Generalats wird.
Kardinal Raymond Leo Burke, Bischof von La Crosse (Wisconsin), lädt das Institut ein, sein erstes amerikanisches Apostolat zu eröffnen. Dies ist der Beginn eines vorsehungsvollen Wachstums : Im Laufe der Jahre laden viele Bischöfe das Institut ein, historische Kirchen in ihren Diözesen zu restaurieren.
Der weibliche Zweig des Instituts, die Schwestern-Adoratorinnen des königlichen Herzens Jesu, des Hohenpriesters, erhält seine kanonische Errichtung. Dem kontemplativen Gebet und der geistlichen Unterstützung des Apostolats der Kanoniker gewidmet, errichten sie ihr Mutterhaus im Schloss Gricigliano.
Kardinal Francis George, Erzbischof von Chicago, betraut das Institut mit der Restaurierung der Kirche St. Klara/St. Gelasius, die zum „Heiligtum Christus König“ wird — ein Leuchtfeuer traditionellen Gottesdienstes und ein Vorbild sakraler Restaurierung im Herzen der Vereinigten Staaten.
Papst Benedikt XVI. promulgiert das Motu Proprio „Summorum Pontificum“, das die freie Zelebration der Messe nach dem Messbuch von 1962 offiziell erlaubt. Dieses wegweisende Dokument stärkt die Sendung des Instituts und eröffnet neue Perspektiven für die traditionelle Liturgie in der gesamten Kirche.
Am 7. Oktober 2008 errichtet das Dekret „Saeculorum Rex“ das Institut als Gesellschaft des apostolischen Lebens päpstlichen Rechts, die direkt dem Heiligen Vater untersteht. Diese Anerkennung bestätigt die universelle Berufung des Instituts und seine Verwurzelung in der Tradition der Kirche.
Am 29. Januar 2016 genehmigt der Heilige Stuhl endgültig die Konstitutionen des Instituts. In weniger als dreißig Jahren ist das Institut in etwa zwanzig Diözesen auf vier Kontinenten präsent, im Dienst der Heiligen Kirche und der traditionellen Liturgie.